Dieses Mal stimmten Planung und Wettervorhersage überein!
Am 3.Mai haben wir drei Autos mit Kindern, Kegeln und Booten voll gestopft und sind an die Ourthe in den belgischen Ardennen gefahren. Nach anderthalb Stunden Anreise empfing uns der malerische und entsprechend touristisch ausgebaute Ort La-Roche-en-Ardennes mit Sonnenschein und guter Laune.
Hier ließen wir erneut ein Auto zurück und fuhren mit den beiden anderen völlig voll gestopften Bussen weiter bis zum Staudamm von Nisramont, wo wir uns einsatzfertig machten.
Es folgten rund 20 km Paddeln auf Zahmwasser bis WW I und ein Schwall WW II, der für etwas Wasser in den Canadiern sorgten. Bei dem darauf folgenden, ausgiebigen Picknick konnten wir uns die Bäuche voll schlagen und die Boote wieder leer laufen.
Je weiter wir uns La-Roche nährten, desto dichter wurde die Population der Leihboote. Während wir am Einsatz schon das Gefühl hatten, es sei viel auf dem Wasser los, hatten die letzten rund vier Kilometer echtes „Ardeche im August“-Feeling, und man hätte den Fluss beinah durch hüpfen von Boot zu Boot überqueren können. Nach gut vier Stunden sind wir wieder in La-Roche angekommen, wo dann zahlreiche Tretboote das Chaos auf dem Wasser vervollständigten.
Erstaunt und bestürzt nahmen wir auf der Fahrt wahr, wie sorglos die Leihbootpaddler sich bewegten, Schwimmwesten hatte kaum einer, selbst Kleinkinder nicht. Hier siegt wohl mal wieder Kommerz über Vernunft, denn der letzte Unfall an der Ourthe (bei dem zwölf Personen mit Unterkühlungen gerettet werden mussten) ist gerade mal gut sechs Wochen her.
Nixdestotrotz: Wir verlebten den ersten Sommertag, der ein oder andere zog sich den ersten Sonnenbrand zu, und abends in Aachen erinnerten die müden Knochen an jeden Kilometer....
(Text: Thomas)